Die Schlacht am Birkenbaume

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Vor einigen Wochen hatte ich auf der Obstwiese am Rheinischen Esel, nicht weit vom Imker entfernt, am kleinen Apfelbaum in der Mitte der Wiese eine herbstliche Apfelblüte entdeckt. Nach einer alten westfälischen Sage deutet dies auf die bevorstehende "Schlacht am Birkenbaume" hin. Diese Schlacht wird am Himmel verortet. (In manchen Fällen wird sie auch historisierend ausgelegt als angebliche "große Schlacht der Römer gegen die Germanen", der "Preussen gegen die Franzosen" o.ä.) - Grundlage sind jedoch Polarlichter, die der Westfale schon in alten Zeiten am Himmel beobachten konnte, aufgrund einer verstärkten Sonnenfleckenaktivität, die alle 11 bzw. 22 Jahre eintritt. Er drückte dieses himmlische Ereignis mit Hilfe einer lebhaften Bildersprache korrekt aus.

Zurzeit lässt sich tatsächlich eine verstärkte Sonnenfleckenaktität beobachten. Dies erklärt auch das derzeit warme Spätsommerwetter. In solchen Jahren wurden auch andere Unregelmäßigkeiten im Verhalten beim Menschen und den Tieren und in der Natur entdeckt. Die oft belächelten alten Westfalen hatten somit wieder einmal Recht gehabt.

(19.09.2024)

Zur Sage von der "Schlacht am Birkenbaume"

Die "Schlacht am Birkenbaume", die östlich von Unna, "am Birkenwäldchen nahe bei Budberg" oder um die Wewelsburg stattfinden soll, ist als eine schreckliche, endzeitliche „Völkerschlacht“ in Westfalen prophezeit, in dem „Russland, Schweden und der ganze Norden“ und „Frankreich, Italien, Spanien und der ganze Süden“ gegeneinanderstehen werden, von anderen als finaler Kampf zwischen Ost und West. Nach anderen (ungenannten) Quellen soll er bereits im Jahre 1545 stattgefunden haben (in Umdeutung einer Himmelserscheinung?).

Die Bezeichnung der Völkerschlacht bei Leipzig soll sich von der Sage herleiten.

Die Sage ist mehrfach literarisch bearbeitet worden.

  • In der Erzählung Spökenkieken von Gertrud von le Fort erzählt Hinnack die Sage.