18. August 1945

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Editorial 1938 1939 1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949 Gefangenschaft Epilog Anhang

Chronik 40–45

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Eine Art Bilanz Gedankensplitter und Betrachtungen Personen Orte Abkürzungen Stichwort-Index Organigramme Literatur Galerie:Fotos,Karten,Dokumente

Chronik 45–49

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31.

Erfahrungen i.d.Gefangenschaft Bemerkungen z.russ.Mentalität Träume i.d.Gefangenschaft

Personen-Index Namen,Anschriften Personal I.R.477 1940–44 Übersichtskarte (Orte,Wege) Orts-Index Vormarsch-Weg Mil.Rangordnung 257.Inf.Div. MG-Komp.eines Inf.Batl. Kgf.-Lagerorganisation Kriegstagebücher Allgemeines Zu einzelnen Zeitabschnitten Linkliste Rotkreuzkarte Originalmanuskript Briefe von Kompanie-Angehörigen

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GEO INFO
Bahnhof: vermutlich Haltepunkt Vārve Karte — map
Hauptlager Riga vermutlich im heutigen Gebäude der RTU oder von Northproject Karte — map

18.8. Abmarsch zum Bahnhof. Diesmal klappt es. Eine winzige Kleinbahn[1] dampft mit uns nach Riga. Die altertümliche Lok wird mit dicken Holzkloben geheizt. Abends Ankunft im Hauptlager Riga. Natürlich werden wir sofort wieder „gefilzt“. Offiziell ist es eine Durchsuchung nach Waffen und unerlaubten Gegenständen (z. B. feststehende Messer). In Wirklichkeit klauen uns die Posten alles, was sie selbst gebrauchen oder verkaufen können.[2] Das Lager ist scheinbar eine ehemalige Kaserne.[3] Wir übernachten auf dem steinhart festgetretenen Boden des Kasernenhofes, wo wir uns mit unserem Zeltbahnen Zelte aufbauen. Um nicht ganz auf dem blanken Boden zu liegen, habe ich mich auf ein kahles Brett gelegt. Aber das ist sinnlos, denn es ist genau so hart, wie der Erdboden. Ich denke an den heiligen Franziskus und seine bittere freiwillige Armut. Er hat sie aus Liebe zu Gott auf sich genommen. Also will ich diese Härte auch auf mich nehmen, wenn auch nicht ganz freiwillig. Nur soll er mir durch seine Fürbitte helfen.

Das Lager ist überfüllt.[4] Nicht nur die Schlafplätze fehlen. Auch die Verpflegungsrationen werden gekürzt. Gegen dieses Leben hier war das Lager in Windau ein Paradies, denn dort entbehrten wir nicht viel, außer der Frei••• S. 290 •••heit. So unterschiedlich ist es von Lager zu Lager.


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  1. Zunächst werden sie vom Haltepunkt Vārve mit der Schmalspurbahn (750 mm) aus Richtung Libau bis Windau oder Stende gefahren sein (die in Windau anschließende Kleinbahn (Schmalspurbahn) führte nur bis Stende); ab dort wird es sich um einen kleinbahnähnlichen Zug (mit vielleicht kleinen, veralteten Fahrzeugen) gehandelt haben, der sie auf der Hauptstrecke nach Riga brachte. Bogg (S. 26) spricht von Viehwaggons.
  2. Bogg (S. 28) nennt es "eine barbarische Filzung".
  3. Bogg (S. 29) beschreibt die Umgebung des Lagers: "Neben dem Lager steht eine kleine orthodoxe Kirche mit mehreren Zwiebeltürmen und -türmchen." Die einzige (heute noch existierende) derartige Kirche in der Nähe kasernenähnlicher Gebäude ist die Hl. Dreifaltigkeitskirche. In den Gebäuden befinden sich heute nordwestlich Teile der RTU und südostwärts die Fa. Northproject.
  4. Bogg (S. 28) schreibt: "Das Hauptlager Riga beherbergt gewiss tausend Gefangene, vielleicht noch mehr."