6. Oktober 1940

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Editorial 1938 1939 1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949 Gefangenschaft Epilog Anhang

Chronik 40–45

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Eine Art Bilanz Gedankensplitter und Betrachtungen Personen Orte Abkürzungen Stichwort-Index Organigramme Literatur Galerie:Fotos,Karten,Dokumente

Chronik 45–49

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31.

Erfahrungen i.d.Gefangenschaft Bemerkungen z.russ.Mentalität Träume i.d.Gefangenschaft

Personen-Index Namen,Anschriften Personal I.R.477 1940–44 Übersichtskarte (Orte,Wege) Orts-Index Vormarsch-Weg Mil.Rangordnung 257.Inf.Div. MG-Komp.eines Inf.Batl. Kgf.-Lagerorganisation Kriegstagebücher Allgemeines Zu einzelnen Zeitabschnitten Linkliste Rotkreuzkarte Originalmanuskript Briefe von Kompanie-Angehörigen

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Durch Kurt Wittig und seine Kameraden wird im Gutspark noch eine kleine Baracke als Mannschaftsunterkunft gebaut.[1]

Bei Tageslicht betrachte ich mir die Gegend. Neben dem Schlösschen stehen die Wirtschaftsgebäude, in denen die Kompanie untergebracht ist. Da die Räumlichkeiten aber nicht ausreichen, wird im Gutspark noch eine kleine Baracke als Mannschaftsunterkunft gebaut. Das Gutsdorf ist ein kleines Straßendorf und liegt zweihundert Meter entfernt in einer flachen Mulde.

Es ist Oktober. Herbststimmung liegt über den kahlen, abgeernteten Feldern. Die Bäume recken ihre schon stark entlaubten Äste in den grauen Himmel. Schwärme von Krähen rudern krächzend durch die kalte Luft. Ihr Gequarre fällt mir auf die Nerven. In diesem gottverlassenen galizischen Nest soll ich nun für unbestimmte Zeit als Besatzungssoldat liegen. Mich überfällt ein Gefühl grenzenloser Trostlosigkeit.

Neben dem unumgänglichen Dienstbetrieb vertreiben wir uns die Zeit so gut es geht. Ein Lichtblick ist auch die Bekanntschaft mit dem in Brandenburg (?) beheimateten Feldwebel Max Müller, mit dem mich von nun an eine freundschaftliche Sympathie verbindet. Die Feldwebel der Kompanie – wir sind ein halbes Dutzend – reiten auch häufiger in die Umgebung, denn die Pferde müssen ohnehin bewegt werden. Eines Nachmittags unternehmen wir wieder einen Ritt über Land. Auf dem Rückweg preschen wir in dichtem Pulk über die Weiden. Der Boden ist etwas nass und weich. Zehn Meter vor mir ein Kamerad. Plötzlich löst sich von der Hinterhand seines Pferdes ein Hufeisen und zischt handbreit an meinem Kopf vorbei. Hätte es getroffen, wäre mein Schädel wie ein Tonkrug zertrümmert worden.


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  1. Foto mit freundlicher Genehmigung aus der Sammlung Wittig